Es gab nicht wenige Kritiker, die den Welthit „This Love“ im Jahr 2002 für ein One-Hit-Wonder hielten. Doch seine Urheber von Maroon 5 dachten gar nicht daran, wieder aus dem Scheinwerferlicht zu verschwinden und lieferten mehrere veritable Erfolgssingles und –alben ab. Frontmann Adam Levine sitzt mittlerweile in der amerikanischen Version von „The Voice“ in der Jury, war zwei Jahre mit einem russischen Model liiert und damit absolut auf dem Level eines Hollywood-Celebrity angekommen. Doch offensichtlich ist er noch längst nicht bereit, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen. Zwar erlebte seine Band in Sachen Welthit eine kleine Flaute, doch mit „Moves Like Jagger“ vom Vorgängeralbum gelang 2011 dann sogar der bisher größte Hit der Karriere. Das neue Studiowerk ‚Overexposed’ knüpft genau da an. Maroon 5 setzen nicht auf große Experimente und bleiben bei ihrem Erfolgskonzept: tanzbarer Pop, der in der Disco und im Radio wunderbar funktioniert. Es sind vor allem Beats - die direkt aus modernen R&B- und Hip Hop-Produktionen entliehen sein könnten - die die Titel prägen. Über diesen liegen eingängige Melodien, die zum Mitsingen anregen und vor allem auf Partystimmung auf der Tanzfläche setzen. Die Gitarren aus den Anfangstagen sind fast komplett Synthesizern gewichen, die munter vor sich hinpluckern. Das Ergebnis ist eingängiger Disco-Pop für jede Strand- und Abiparty mit eingebauter Chartgarantie.